Zipshape Hotwire
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Forschung 2011_05

Zipshape Hotwire

Ein Workshop an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur im Mai 2011 gab uns die Gelegenheit, ein Fertigungskonzept zu untersuchen, das ohne Fräse auskommt. Wir verwendeten für die Mittellage gewöhnlichen extrudierten Polystyrol-Hartschaum (XPS), in den wir die Zinken mit einem großen CNC-Heissdrahtschneider einschnitten. Da der Heissdraht das gesamte ZipShape-Profil in einem Arbeitsgang ohne Werkzeugwechsel schneiden kann, wurde der Prozess auf eine Fertigungszeit von 4.4 m pro Stunden verkürzt – 4-mal schneller als die 5-Achs-Fräse. Polystyrol ist schnell und einfach bearbeitbar, leicht und günstig. Jedoch ist es bezüglich der Oberflächenhaptik, Festigkeit und Nachhaltigkeit nicht mit Holz oder Holzwerkstoffen vergleichbar.
Der CNC-Heissdrahtschneider ist in der Lage, Regelflächen zu erzeugen. Daher ist der Heissdraht besonders interessant für verwundene Formen, bei denen die Zinkenflanken nicht eben sind und daher nicht gesägt werden können.

Um die XPS-Formstücke widerstandsfähig gegen Zug zu machen, setzten wir wiederum beidseitig Furnier als Deckschichten ein. Zudem öffnete sich ein breites Experimentierfeld für Verbindungen, die nicht gesägt werden können. Hier fokussierten wir uns insbesondere auf Schnappverschlüsse, bei denen die beiden Platten ohne zusätzliche Befestigungsmittel ineinander verkeilt werden können.

Ort Detmold
Im Rahmen von Workshop: Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Master of Computational Design and Construction M-CDC
Dozierende Prof. Marco Hemmerling
In Zusammenarbeit mit Step-Four GmbH, Wals-Siezenheim
Christoph Schindler, Jan Bienek
Gekrümmte Ebenen.
In: Pottgiesser, Uta und Strauss, Holger (Hrsg.). Produktentwicklung Architektur – Visionen/Methoden/Innovationen.
Birkhäuser Verlag, Basel 2013, S. 53–59